Berge.

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Berge.

Könnte ich versetzen wenn ich nur wollte, mein Glauben so gross wäre wie ein Senfkorn. Wenn ich glauben würde was du über mich sagst. Doch anstatt Berge mir zum Ziel zu setzen, verberge ich mich hinter "das kann ich nicht und ich bin sowieso nicht kreativ und wenn doch dann habe ich keine zeit".


Berge.

Versprichst du mir und es begeistert mich schon. Eine unbekannte Reise winkt und ich weiss, es wäre Weise einfach die Koffer zu packen. Denn du bist mein Vater und ich kein Waise und ich reisse mich los vom grauen Zuhause. Ich bereite mich vor auf weite, verschneite Hügel, warme Strände, windige Strecken und regnerische Tage.


Berge.

Sagst du und nimmst mich an der Hand während wir zusammen über die Wiesen rennen. Unbesiegbar bist du und unverletzt bin ich wenn ich mich unzertrennlich an dich binde. Ich brauche dich, ziemlich. Bitte zieh mich wenn ich nicht mehr kann. Denn "wir können das und wir sind auch kreativ und finden immer Zeit" wenn du nur meine Hand nimmst und mit mir zusammen Kreise ziehst auf dieser Leinwand, ich werde keinen Einwand machen, denn wir sind ein Band welches nie zerreisst.


Berge.

Weiss ich und ich warte gerne darauf, wohin du mich noch führen wirst. Ich verberge mich am liebsten in dir. Und ständige Neuentdeckungen werden schliesslich auch wieder zu einer Gleichmässigkeit.


Berge.

Werde ich immer wieder antreffen, doch treffen wird mich das nicht. Berge kann ich überwinden, mit dir an meiner Seite. Begleite mich, ist meine Bitte.

Stehen bleiben oder überwinden. verbittern oder verbessern. Alle Zeit. Alle Tage. Alle Berge.

Tiefer graben

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Mein YouTube-Channel läuft nun bereits ein paar Monate und ich bin zufrieden mit dem Verlauf bisher. Das Projekt fordert mich einerseits heraus, weil ich mich auf neue Ufer wage, andererseits macht es mir grosse Freude, zu filmen, Videos zu schneiden und so weiter. 

Bisher habe ich mich mit ziemlich profanen Themen beschäftigt. Bald soll sich dies ändern. 
Ich arbeite an neuen Videos, welche thematisch tiefer gehen. Es soll buchstäblich um Gott und die Welt gehen. Mein Ziel ist es, mit diesen Videos meine Glaubensansätze zu begründen und auch zu hinterfragen. Weshalb mache ich etwas, wie ich es eben mache? Sollte ich etwas ändern?

Welche Themen interessieren dich? Was wolltest du schon lange fragen, hast dich aber nicht getraut? Schreibe es doch unten in die Kommentare!

Ich freue mich sehr auf die neue Phase, bin gleichzeitig sehr gespannt, wie ihr darauf reagieren werdet.

Leider komme ich im Moment nicht wirklich dazu, mich intensiv dem Blog zu widmen. Die Hochzeitssaison beginnt und ich bin mehrmals gebucht. Es wird anstrengend und ich freue mich sehr. Ihr werdet bestimmt ein paar Fotos davon finden.

xx, Simea

Null Bock.

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Die Weihnachtszeit, in der wir wohl alle drin stecken, hat für viele ein Synonym: STRESS.
Wenn einem alles über den Kopf wächst, die Freude verschwindet, ist es einfach, die Motivation zu verlieren.
Deshalb: 3 Tipps, um die Vorweihnachtszeit motiviert zu überstehen.

1. Listen-Junkies
Mach dir eine Liste von allen anstehenden Aufgaben. Teile sie ein in möglichst kleine Schritte und sortiere sie nach Wichtigkeit.

2. Aber - Warum?
Erinnere dich immer wieder selber daran, warum du etwas tust. So kannst du schon mal sinnlose und sinnvolle ToDo's voneinander trennen. Andererseits wirst du motivierter sein, die sinnvollen Aufgaben zu erledigen, weil du dir bewusst bist, weshalb du das tust. 

3. Nur fünf Minuten
Wenn du dich vor eine Aufgabe gestellt siehst, die dir vorkommt wie ein unüberwindbarer Berg, dann probier doch einmal, dich nur fünf Minuten ranzusetzen. Sechs mal fünf Minuten sind dann schon eine halbe Stunde Arbeit. Oder du hast Glück und dich packt der Eifer, so dass aus diesen fünf Minuten eine ganze Stunde oder sogar mehr wird. 

 

Arztbesuch

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Ein Arztbesuch wurde zur Inspiration für eine Kurzgeschichte.

“Setzen Sie sich noch kurz hin. Sie kommen schon bald an die Reihe” ich befolge die Anweisung der Dame, welche mich mit einem aufgesetzten breiten Lächeln empfängt und direkt nach meinem Namen und meinem Geburtsdatum gefragt hat. Sie hatte gerade eine Frau bedient, eine alte, verwirrte. Diese hat gerade einen Terminvorschlag ausgewählt, der gar nicht zur Auswahl gestanden war. Sie packt ihre Medikamente in die Tasche und geht dann Richtung Ausgang. Den Termin hat sie wohl schon wieder vergessen.

Ich setze mich auf den freien Stuhl im Wartezimmer und sehe mich um: Eine junge Mutter mit ihrer kleinen Tochter, welche gerade halbtot in der Spielecke rumliegt. Daneben eine Mittvierzigerin mit farbigen Fingernägeln und Haaren, sie liest gerade eine Boulevard-Zeitung. Dann auch den etwa 60-jährigen Mann, der unruhig auf seinem Stuhl hin und her wackelt, seine Frau sitzt neben ihm und liest mit aufgesetzter Lesebrille eine Reise-Broschüre über die Transsibirische Eisenbahn.

“Schatz, ich kann nicht mehr warten! Ich habe besseres zu tun als hier herumzusitzen. Eigentlich bin ich ja noch ganz fit” Nervt sich der ältere Herr, der vis-à-vis von mir sitzt. Was besseres zu tun - was denn? Der spielt sicher Trompete. Oder er baut gerade eine Modelleisenbahn. Oder er ist leidenschaftlicher Koch. Wenn er dann kocht spielt seine Frau am riesigen Flügel im Wohnzimmer. An Samstag Abenden besuchen sie klassische Konzerte. Sie sitzen in der vordersten Reihe und schlafen in der Hälfte ein. Am Ende des Konzerts hilft der Herr der Frau mit der Jacke, dann strahlt der knallrote Mund der Frau. So wie jetzt. Die Dame in ihrem Kaschmir-Pullover und der karierten Hose streckt ihre Arme von sich und betrachtet das Bild im Reisemagazin von weitem. “Schatzi, schau mal. Da waren wir doch auch! Weisst du noch? - Mein Gott ist das teuer geworden. Das war schon zu unserer Zeit kein Schnäppchen aber jetzt. Na gut, man gönnt sich ja sonst nichts.”

Mein Blick fällt auf die Zeitschrift neben mir. “Glücklich verliebt. Die Traumhochzeit von…” Die Namen kenne ich nicht. Darauf ist ein Mann, ungesund braun und irgendwie angestrengt wirkend. Seine Braut ist dürr, aber schön. Das Kleid war teuer. Ebenso wie alles sonst auf diesem Bild. “Nicht meine Welt” denke ich.

Also bleibt mir nichts anderes übrig. Handy raus, Facebook checken.
Max ist in einer Beziehung. 103 Kommentare dazu. “Estland 2017 was so nice” schreibt Vanessa zu ihrem Ferienbild. “Deine Englischkünste in ehren, Vanessa. Aber Estland auf Englisch heisst Estonia.” meldet sich die Nerd-Abteilung in meinem Gehirn. Weiter. 10 Typen von Lehrern, danke watson. Weihnachtsbaum. Bastelprojekt von meiner Cousine. Werbung. Werbung. Hundewelpen. “Immer das gleiche” denke ich.

Und während ich meinen Kopf wieder hebe schaut mich die Mittvierzigerin geradlinig ins Gesicht. “Wie lang starren Sie mich schon an?” würde ich gerne fragen. Stattdessen frage ich nichts und lächle nur leicht. Ihr Gesicht wird ernster, ich wette, sie überlegt sich gerade, was mir denn fehlt. Sie hat nämlich eine Tochter in meinem Alter. Eisenmangel, zu viel am Handy, oder Schnupfen. “Bänderriss” sage ich, die Frau zuckt leicht zusammen als sie merkt, dass ich ihre Gedanken aus dem Gesicht gelesen habe. “Ach so, ich habe nur so geguckt weil ich eine Tochter in Ihrem Alter habe. Die hat ganz doll Eisenmangel.” Nichts neues unter der Sonne, denke ich mir und meine Hand gleitet in meine Tasche.

Instagram checken.
Anna hat einen neuen Freund, Story, Hundewelpen, Weihnachtsbaum, tiefgründiges Zitat, Selfie mit Hundefilter, Paarfoto, Werbung, Meerschweinchen von Laura, Weihnachtsbaum, Hundewelpen.  

Ich schrecke auf als ich etwas auf meinem Knie spüre. “Kaffee?” sagt eine schwache Mädchenstimme. Die blasse Kinderhand streckt mir eine Tasse aus Plastik hin. Ich habe Angst die Tasse zu kippen, weil sie voller Staub ist. Aber was tut man nicht alles… “Oh, danke!” Sage ich und frage mich ob die Kleine wirklich glaubt, dass da was drin ist. Oder ob sie sich fragt, ob ich wirklich glaube, dass da was drin ist. Oder ob sie sich fragt, ob ich mich ernsthaft frage, ob sie das wirklich glaubt. Ich schlürfe den Kaffee und gebe die Tasse dann zurück. Die speckigen Beinchen torkeln in Richtung Spielküche und das Mädchen im rosafarbenen Kleidchen kocht dann irgendwas neues. Die Mutter lächelt mich entschuldigend an und ich überlege mir, wie schade es eigentlich ist, dass wir uns für soziale Kontakte entschuldigen.

“Frau Ulrich, sie können mir gleich ins Behandlungszimmer drei folgen” Ich stehe auf, nicke meinen Leidensgenossen zu und verlasse das Zimmer.
Ebenso schlau wie vorher. Aber amüsierter.

 

Was hast du schon lustiges erlebt im Wartezimmer?
Lass doch einen Kommentar da oder sende diese Kurzgeschichte an Freunde!

Ich bin nicht kreativ!

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Ich sage du bist kreativ. Dafür muss ich dich nicht einmal kennen. Warum ich das sage und weshalb sogar deine Grossmutter ein kreativer Socken ist, erfährst du hier.

Was ist denn überhaupt "kreativ"? Im Duden gibt es dazu zahlreiche Erklärungen und Synonyme. Ideen-habend, gestalterisch, genial, produktiv und innovativ sind ein paar davon. 
Wer also sagt, er oder sie sei nicht kreativ, sagt auch er oder sie sei nicht produktiv. Null Aktion. Ziemlich komisch, oder?

Kreativität ist mehr als ein Prozess zu verstehen. Sie ist nicht vom Ergebnis abhängig. Es geht darum, Neues zu erfahren und auszuprobieren. Das System ist dabei Erfolg versus Misserfolg. Denn wenn ich weiss, was ich falsch gemacht habe, weiss ich schon mehr als wenn ich gar nicht erst versucht habe.

Und jetzt fragst du dich bestimmt: Was hat das denn mit meiner Grossmutter zu tun?
Nun ja, Grossmütter sind bekannt dafür, dass sie sehr gut kochen.
Wetten; auch deine Grossmutter hat einmal gesagt: "Diesen Kartoffelstock kann man besser zubereiten als bisher". Damit ist sie an einen Punkt gekommen, wo sie ein Verbesserungspotenzial, eine Möglichkeit gesehen hat. Und genau das ist aktiv gewordene Kreativität. 

Und auch du bist kreativ, weil auch du irgendwann herausgefunden hast, dass Krabbeln nicht so effizient ist wie gehen. Und siehe da: schon seit Kindesalter bist du kreativ!

"Kreativität ist Intelligenz, die Spass hat." - Albert Einstein

#stressed

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Montags-Blues, "Ich kann einfach nicht mehr", immer-online-Mentalität.
Let's talk about stress: 5 Tipps gegen Stress.

Zeitfresser
Manchmal sind es die kleinen Dinge im Alltag. Kurz auf Instagram, nur schnell hinlegen (und dann ungeplant zwei Stunden durchpennen). Viele von uns haben kleine Zeitfresser in ihrem täglichen Leben, die weder nötig noch hilfreich gegen Stress sind.
Mein Tipp: schreibt euch auf, womit ihr wie viel Zeit verbringt. Dann stellt euch euren Zeitfressern und vermeidet sie.

Ask for it.
In der schweizerischen Kultur ist es uncool, zu sagen wenn es einem zu viel wird. Ich finde, genau das sollten wir mehr tun.
Mein Tipp: Wer sich meldet, kann nicht verlieren. Das Schlimmste was passieren kann ist eigentlich, dass sich nichts ändert. Doch was, wenn du dich durchs "mal sagen" entlasten kannst und mehr Kraft hast?

Geteilte ToDo-Liste ist halbe ToDo-Liste
Wer sich jetzt fragt: "Wie bitte? Ich führe keine Liste mit meinen Aufgaben." der sollte schleunigst eine schreiben. Jetzt. Worauf wartest du?
Mein Tipp: Teile dir deine Aufgaben in kleine 5min bis 15min Schritte ein. So kannst du Zeitfenster effektiver nutzen und kommst schneller zum Ziel. Zusätzlich erscheinen dir alle Aufgaben weniger überwältigend.

Me, Myself & I
Zwischen Arbeit, Schule, Familie und Freunden klaut man sich selbst oft wertvolle Zeit. Denn wer sich nie entspannt und seinen eigenen Körper ignoriert, ist viel gestresster als wenn er in dieser Zeit arbeitet.
Mein Tipp: Plane Zeit für dich und deine Hobbies ein. Mache dich selbst zu einer Priorität. Zeit zum Nachdenken, Beten, was auch immer.

WOCHENPLAN
Noch wichtiger als all diese Tipps ist etwas: Übersicht. Wer weiss, wann etwas zu tun ist, der hat schon fast gewonnen. 
Mein Tipp: Mache dir einen Wochenplan. Mit meiner Vorlage ist das ganz simpel! Einfach hier gleich herunterladen:

Money, Money, Money

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Wie viel Geld hast du zur Verfügung? Hast du immer genug? Was passiert, wenn es mal nicht reicht?

Das sind Fragen, die ich mir in letzter Zeit oft stelle. Wenn die Finanzen knapp werden und es keine Aussicht auf mehr gibt, merkt man schnell was man wirklich braucht.

Ich bin mir hohe Standards gewohnt. Was ich bislang als nötig empfand, ist mittlerweile "Luxus". Ein Beispiel sind Kaffees To-Go. Kurz noch ein Kaffee und - schwupp - sind wieder drei Franken verschwunden. 

An meiner kleinen Finanzkrise ist etwas toll: Ich freue mich so richtig an den kleinen Dingen im Leben. Die Kaffeemaschine in meiner WG ist Luxus. Waschmaschinen - was für eine Erfindung. Ein Kühlschrank. Züge und Busse, welche erst noch nach Fahrplan fahren.

Und während ich hier sitze und diesen Blogpost schreibe, wird mir bewusst: Mir gehts richtig gut. Besser als ich oft denke. Auch wenn ich mir nicht alles leisten kann.

Und dir? Teile doch mit mir und anderen in den Kommentaren, was du als "Alltags-Luxus" betrachtest!

xx Simea